Omelhenke 2026

Sonderseite

Ein nicht ganz ernst zu nehmender Medienüberblick zum Thema 'Omel'

Als erstes verweisen wir auf die Website des Netzwerk Streuobst. Dort findet sich eine Omel-Etymologie, wonach der Begriff Omel letztendlich auf das lateinische Wort ama (=Eimer) zurückgeht.

Doch so einfach machen wir es uns nicht. Und da wir ja auf der Höhe der Zeit sind, konsultieren wir natürlich die KI und präsentieren einen Auszug der besten Ergebnisse. Zunächst langen wir aber ganz groß hin und klären die wichtigste Frage zur KI:

Wer hat’s erfunden?

Natürlich wir, die Belsener Sänger, vertreten durch Karl Schauber, der da dichtete:

 

Soole, heit isch Omelhenke s’wud jetzt jeder KIischa hau.

 

Nachdem wir das geklärt haben widmen wir uns also den erstaunlichen Ergebnissen der Recherche.

Zunächst erhalten wir den wichtigen Hinweis, dass der Begriff Omel keinesfalls etwas mit dem französischen Wort Omelette zu tun habe. Wir nehmen das dankend zur Kenntnis und richten insgeheim an unsere linksrheinischen Chanteur-Kollegen die Frage, wie wohl eine sehr kleine Omel in Ihrer Sprache zu bezeichnen sei.

Um die Importance dieser Frage zu untermauern, präsentieren wir ein historisches Foto, das uns Thomas Fischer zur Verfügung stellt. Wir sehen (von links) Berhard Haap, Kurt Buck und Walter König selbst, beim Versuch, auf einer Omel-Glasharfe eine dreistimmige Version des Omelhenkelieds zu intonieren. Tenor Bernhard spielt gerde ein dreigestrichenes Gis, und was, wenn nicht eine kleine Omelette, sollte er hierzu wohl in Schwingungen versetzen?

Eine weitere, äußerst folgenschwere Erkenntnis der KI ist, dass es in unserem Sprachraum insgesamt 90 Wörter gibt, die das Fragment omel beinhalten. In einem Redaktionsinternen Ranking wurde der Topfavorit hieraus ermittelt, sozusagen das Omelwort des Jahres 2026. And the winner is:

Graukappeneremomela

Allerdings mit nur knappem Vorsprung vor

Grünkappeneremomela

Beide Begriff bezeichnen übrigens denselben afrikanischen Singvogel. Nota bene:

Der Gesang besteht typischerweise aus einer Reihe von tiefen, oft rhythmischen Pfiffen und rauen ‚Brrt‘-Rufen, die oft von der gesamten Gruppe aufgeregt vorgetragen werden.

Offensichtlich pfeift die Grau- oder Grünkappeneremomela im zweiten Bass.

Quelle von Bild und Beschreibung: https://birdsoftheworld.org/

Wir sparen uns die restlichen Farben und führen noch einen Bewerber aus dem Mittelfeld an, der da heißt Kalomel, und bei welchem uns die KI den unschätzbar wertvollen Hinweis gibt, dass  ein deutsches Anagramm dazu existiert, nämlich lokalem. Kalomel bezeichnet das Quecksilberchlorid, welches früher gerne als Brech- oder Abführmittel eingesetzt wurde. Nicht auszudenken das folgende Szenario:

Ein Kamel trank eine Omel voll lokalem Kalomel……

Wir wollen diesen Gedanken nicht weiter verfolgen, sondern präsentieren lieber noch die Hypothese, dass der Vorsprung des Siegerworts Graukappeneremomela von der Ähnlichkeit mit dem Wort Grappa herrührt. Womit sich auf wunderbare Weise ein Kreis schließt, nämlich der zu Thomas Fischer, dem Initiator der Omelhenke-Neuauflage, denn der betreibt ein feines Geschäft, in dem dieses Getränk nebst anderen edlen Tropfen zu haben ist.

Anders als der Tresterschnaps oder der Belsemer Kirsch hinterlässt der Ausflug in die KI einen eher schalen Nachgeschmack. Wir wenden uns daher reumütig wieder dem absolut bodenständigen Journalismus zu und verweisen auf die Sendung mit der Maus und ihrem Beitrag über Walter König und die Herstellung der Omel.