Mitsing-Projekt 2026/27:
Es ist Zeit!
Es ist Zeit!
Was ist damit gemeint?
Es ist an der Zeit, irgendetwas zu tun?
Es ist noch genügend Zeit irgendetwas fertigzustellen?
Es ist die Zeit, worüber wir reden?
Aussagen über die Zeit, manchmal schnell dahingeworfen, sind oft recht Faccettenreich interpretierbar. Seltsam!
Denn Zeit ist die am genauesten messbare Größe in der Physik. Das zeitliche Maß aller Dinge, sozusagen die Ur-Sekunde, definiert sich anhand des einzigen natürlich vorkommenden stabilen Casium-Isotops. Genauer: An dessen Schwingung.
Als wär’s ein Rhythmus, als gäb’s ein Lied… (Die Toten Hosen: Tage wie diese)
Ist das nicht wunderbar?
Es erscheint unvermeidlich, dass der Liederkranz-Ausschuss für abgehobene Philosophie (er tagt jeden Donnerstags ab 22:00 Uhr im Gottlie-Schwarz-Gemeindehaus) früher oder später (da ist sie schon wieder, die Zeit) zu der Einsicht gelangte, dieses Thema müsse mithilfe neuer Projektsänger tiefer erörtert werden. Es seit jetzt wirklich mal Zeit!
Denn breit gefächert ist das Angebot an Liedern, die sich diesem Phänomen widmen. Kurze Kostprobe:
„Die Zeit ist ein sonderbar Ding!„, findet Fürstin Maria Theresa Werdenberg in der Richard Strauss – Oper „Der Rosenkavalier“. Doch eigentlich hat sie Angst vor der Zeit. Angst, dass die Zeit nicht spurlos an Ihrem Äusseren vorbeigehen wird. Aus diesem Grund versucht sie, den Lauf der Zeit aufzuhalten, in dem sie nachts Ihre Uhren anhält.
„Die Zeit wartet auf niemanden, auch nicht auf mich!“ entgegnet Sir Mick Jagger der Fürstin einige Jahrezehnte später recht trocken („Time waits for noone“). Und er wirft dem von Srauss und Hofmannsthal entwofenen femininen Archetypen gleich noch eine kleine Unverschämtheit hinterher, mit folgender Analogie: „Die Zeit kann Bauwerke einreißen, oder das Gesicht einer Frau zerstören.“
Die bewusste Konstruktion derartiger geschichlicher Zusammehänge bezeichnet man übringes als Geschichtsklitterung. Schon wieder so ein Zeit-Ding…
Man kann erahnen: Bereits bei der gedanklichen Vorbereitung des Mottos wurde klar, dass die Breite der denkbaren Liederauswahl in jeder Dimension genauso groß sein wird beim letzten Mitsing-Projekt. Neu ist das Timing (huch, schon wieder!) des Projekts:
Erstmals werden wir einen Jahreswechsel als Projektchor erleben und das Abschlusskonzert im Winterhalbjahr singen. Hier ist die aktuelle, in der Kürze der Zeit (ooops!) verteilte Einladung zum Projekt, ein Downloadlink befindet sich am unteren Rand dieser Seite.
Wir freuen uns auf Euch!